Kurs mit Zeugnis der BA

In den letzten Jahrzehnten wurden mehrere, teils inzwischen sehr populäre Modelle von Gesundheit und Krankheit entwickelt und vorgestellt, bei denen die eigenen Ressourcen im Mittelpunkt stehen. In jüngster Zeit gewinnt das Konzept der "Resi-lienz“ (Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umgehen zu können; „innere Stärke“) stark an Popularität. Lange Zeit war Resilienz vor allem ein Thema der (Sozi-al-)Pädagogik mit besonderem Fokus auf Kinder und Jugendliche. Zunehmend be-deutsam dürften aber Grenzbereiche zur Medizin werden, insbesondere im Zusam-menhang mit dem Topthema Burnout, wo medizinisch-psychiatrische und psycho-logische Ansätze („Psychosomatik“) wohl Erfolg versprechend ergänzt werden könn-ten durch die (präventive) Förderung und Stärkung der eigenen Ressourcen und die Entwicklung entsprechender Kompetenzen.
Gerade bei leichteren bis mittleren Störungen im Vorfeld eines klinisch manifesten Burnout-Syndroms könnten Kompetenzen in unterschiedlichen Berufsfeldern immer wichtiger werden, die sich der Fragen widmen: Wie lässt sich die eigene innere Stär-ke mobilisieren (Selbstwirksamkeit), wie kann man die anderer Menschen aktivieren (train the trainer)?
Der Kurs soll an die Thematik heranführen, Verständnis für Sinnzusammenhänge schaffen und eine kompetente Beurteilung ermöglichen, ob und ggf. in welchem Kontext eine tiefer gehende Weiterbildung (Resilienz-Trainer, Resilienz-Coach) das eigene Kompetenzportfolio sinnvoll ergänzen/erweitern kann.

Es hat schon seinen Grund, warum die Ausbildung von Ärzten bis zur kompetenten Therapieentscheidung auf Facharztebene mehr als 10 Jahre Zeit in Anspruch nimmt und nichtärztliche medizinische Fachberufe (z.B. Physiotherapeuten oder Masseure) ebenfalls eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen müssen: die Lehre von Gesundheit und Krankheit ist vielfältig und kompliziert. Wer mit Menschen arbeitet, wird unweigerlich immer wieder mit dem Thema Krankheit und Gesundheit konfrontiert, auch wenn er keine spezifische medizinische Ausbildung durchlaufen hat.

Da ist es hilfreich, einige grundsätzliche Mechanismen und Zusammenhänge zu kennen, wie das „biologische System Mensch“ funktioniert. Daraus lassen sich nicht selten recht zuverlässig Möglichkeiten ableiten, wie über die spezifische medizinische Prävention und Therapie hinaus die Gesundheit gefördert werden kann. Umgekehrt sinkt die Vulnerabilität gegenüber (medizinisch haltlosen) Heilsversprechungen, denen wir heutzutage in zunehmendem Maße ausgesetzt sind.

Wer mit Menschen arbeitet, wird unweigerlich immer wieder mit dem Thema Krankheit und Gesundheit konfrontiert. Menschen erzählen von (bzw. klagen über) ihre Erfahrungen mit Ärzten und/oder über ihre eigenen „Erkenntnisse“ aus der Selbstbeobachtung und/oder Selbstbehandlung und/oder ihre Erkenntnisse aus Fachbüchern, Ratgebern, Zeitschriften und nicht zuletzt eigenen Recherchen im Internet.

Wer mit Menschen arbeitet, fühlt sich nicht selten genötigt, Stellung zu nehmen. Der Kurs soll eine Anleitung bieten und Techniken vermitteln, sich selbst einfach, schnell und möglichst zuverlässig im Internet kundig zu machen.